Ein Buch iiber die georgische Asthetik

Authors

  • Laura Grigolaschwili

Abstract

Es ist gesetzmaBlg, daB sich das 20.Jh. brennend fiir die Problematik der Asthetik zu interessieren begann. Unsere Epoclie diirstet wie keine Zeit zuvor nach dem Phinomen des Schonen und Erhabenen. Die iibertriebenen Tendenzen des Scientismus und des Utilitarismus wekken auch gegensitzliche Krifte und erinnern die Menschheit an Dostojewskis Prophezeiung: Das Schone wird die Menschheit erlésen. Schenken wir Goethes Worten Glauben, daB sich die Wissenschaft aus der Poesie entwickelte und sie sich im Laufe der Zeiten wieder freundschaftlich auf hoherer Stufe begegnen werden, dann muB sich diese Begegnung von Wissenschaft und Poesie wohl in erster Linie in der Asthetik vollziehen, weil sich der Asthet bei der Erkenntnis hauptséchlich auf seine von der Poesie in weitestem Sinne erregten Emotionen und Gefiihle stiitzt. Die Asthetik als Wissenschaft und die Poesie als Gegenstand der Asthetik stehen an einer Wegkreuzung. Das ist aus R. Siradses vor kurzem veréffentlichtem Buch gut ersichtlich, dessen Titel das vom Verfasser selbst wiederbelebte, uralte und inhaltsreiche Wort ,,Sachismetqweleba* (Gesichtsaus- druck) ist.

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Published

1984-11-11

How to Cite

Grigolaschwili, L. (1984). Ein Buch iiber die georgische Asthetik. Georgica, 7, 87–90. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10074