Unerwartete Subjektmarkierung im Kartwelischen
Abstract
Die Tatsache der Kasus-Markierung im Georgischen ist allgemein bekannt: Transitive Verben der Serie I haben ein Nominativsubjekt und ein Dativobjekt; transitive Verben der Serie II haben ein Subjekt, das durch den Kasus auf -m(a) markiert ist (im Georgischen motxrobiti ÑNarrativì genannt), und ein nominativisches direktes Objekt; transitive Verben der Serie III haben ein Dativsubjekt und ein nominativisches direktes Objekt; intransitive Verben haben ein Nominativsubjekt in allen Serien. (Bei dieser Betrachtung ziehen wir allerdings ¸berhaupt nicht die Klasse der Verben in Betracht, die in allen drei Serien Inversion zeigen.) Diese Fluktuation in der Kasus-Markierung und der damit verbundenen verbalen ‹bereinstimmung wird jetzt im allgemeinen damit erklart, dafl Serie I durch ein Nominativ-Akkusativ-Muster charakterisiert wird, Serie II durch ein Ergativ-Absolutiv-Muster und Serie III durch Inversion. Daher wird der Kasus auf -m(a) in ‹bersetzungen regelm‰- flig als ÑErgativì bezeichnet. Es ist jedoch bekannt, dafl eine Verbgruppe ó die medialen Verben ó, von denen die meisten niemals mit einem direkten Objekt verwendet werden kˆnnen und daher offensichtlich intransitiv sind, trotzdem in Serie II ein ergativisches Subjekt regieren und in Serie III Inversion zeigen.

