Elemente iranischen Einflusses in georgischen Treibarbeiten des 16. Jahrhunderts

Authors

  • Sopio Keburia

Abstract

"Die schwierige historische Situation Georgiens im 14.-15. Jh. (die Einfalle Tamerlans und anderer aufserer Feinde, die inneren sozialen Gegensatze des Landes) hemmte die Entwicklung der Kultur und behinderte den weiteren Fortschritt der Kunst der Treibarbeiten, Das 16.Jh. war dagegen eine fur Georgien politisch verhaltnisrnafsig friedliche Epoche. Das Land erlebte einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung.
Im 16.Jh. folgte dem Fall Konstantinopels als Hauptstadt eines christlichen Staates ein Wandel in den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Vorderasien und Euro- pa. Von Europa getrennt, war Georgien gezwungen, sich dem islamischen Orient zuzuwenden. Diese neue Ausrichtung nach dem Osten, fur Kartli-Kachetien speziell nach dem Iran, war ihrerseits durch das politische Erstarken des Iran in der Epoche der Safawiden bedingt. Der Iran war bestrebt, Kartli-Kachetien in politischer Horigkeit zu batten. Der geschwachte georgische Staat war bereits aus dem Strom der nattirlichen Evolution hinausgeworfen warden. Er war bereit, jedes beliebige Fertige und Neue anzunehmen, das ihm die iranische Kultur bot. Unwillki.irlich diktierte der Iran Georgi-
en eine gemeinsame kulturelle Orientierung."

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Published

1994-11-11

How to Cite

Keburia, S. (1994). Elemente iranischen Einflusses in georgischen Treibarbeiten des 16. Jahrhunderts. Georgica, 17, 146–149. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10572