Das Evangelium von Mokvi und die georgische Miniatur an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert
Abstract
Gegen Ende des 13. Jh. s entwickelte die Miniatur gemeinsam mit der Monumentalmaherei neue Gestaltungsverfahren und eine neue künstlerische Sprache. Dieser Ernewerungsprozeß erfolgte in fast allen Ländern der byzantinischen Welt, allerdings in unterschiedlicher Form und nicht ganz gleichzeitig. In einigen Ländern begann er im 13. Jh., in anderen sind dagegen Wandlungen des Stils erst im 14. Jh. zu bemerken. In der Kunstschule von Konstantinopel erhielt der neue Stil mit seinen wesentlichen Kemnnzeichen und Konzeptionen in der Zeit um das Jahr 1300 offiziellen Charakter.! Ein ausgezeichnetes Beispiel für die Kunst dieser sogenannten Paläologen-Renaissance ist das ım K.Kekelize-Handschrifteninstitut der Akademie der Wissenschaften der Republik Georgien aufbewahrte Evangelium von Mokvi (Q-902) aus dem Jahre 1300? mit seinen 162 Sujetminiaturen, zehn Kamaras, vier Titelbildern und bis zu 530 künstlerisch geformten Großbuchstaben und Initialen. Der Abschreiber und Kalligraph war Eprem, Auftraggeber der Erzbischof Daniel von Mokvi.

