Die Landschaft im Schaffen von Givi Toize
Abstract
In den fünfziger Jahren des 20. Jhs. vollzogen sich in der sowjetischen Kunst bedeutsamc Umwälzungen. Der einschränkende Begriff des »sozialistischen Realismus« geriet ins Wanken, und allmählich entstand eine undogmatische schöpferische Atmosphäre. Die georgischen Maler, die in jenen Jahren ihren Schaffensweg antraten, erneuerten die Suche des Reformers der georgischen Malerei D. Kakabaze! vom Beginn des Jahrhunderts, die auf die Schaffung einer modernen nationalen bildenden Kunst gerichtet war. Diese fußte auf der Aneignung der eigenen nationalen Traditionen und der Traditionen der bildenden Kunst in der Welt sowie auf der Beobachtung der georgischen Natur. Ähnlich wie bei D. Kakabaze nimmt auch in der Arbeit der Maler der fünfziger Jahre (G. Kutatelaze, E. Kalandaze, 3. Xundaze u.a.m.) die Landschaft einen besonderen Platz ein. In ihrem Werk ist ein neuartiges Herangehen an das Genre der Landschaft zu bemerken: eine Verstärkung der subjektiven Prinzipien, eine umfassende Abstraktion und Synthese der aus der umgebenden Wirklichkeit bezogenen Eindrücke sowie der Traditionen alter und moderner Kunst, eine Beschneidung des Narrativen, eine starke Intensivierung der spezifischen Mittel der Malerei und die Sichtbarmachung der Arbeitsverfahren.


