„Volksdiplomatie‘“ — zur Geschichte traditioneller Konfliktschlichtung in Georgien

Authors

  • Ioseb Kviciani

Abstract

Für das Bestehen und die Entwicklung einer großen oder kleinen Volksgruppe ist eine bestimmte geographische Umgebung notwendig, wo sich die wirtschaftliche, materielle, soziale und geistige Kultur des Volkes herausbilden und entwickeln kann. Eines der [Institute der sozialen Kultur in der Familie, in der Sippe, im Dorf sind die Beziehungen zu den Nachbarn im Land und außerhalb des Landes, die man heute als Volksdiplomatie bezeichnet. Jede Familie, jede Sippe, jedes Dorf oder Land war bestrebt, gute Beziehungen sowohl innerhalb des Landes als auch nach außen herzustellen, wofür man die Tradition gewordenen Formen der künstlichen Verwandtschaft wählte wie Brüderschaft (zmad mokideba, zmobiloba), Schwesternschaft (dad mokideba), Erziehung an Vaterstelle (mamzuzeoba), das Institut von Erzieherin und Zögling (ded mokideba), das Kerzooba, seit der Christianisierung das Institut der Patenschaft und viele andere Volksinstitute.

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Published

2001-11-11

How to Cite

Kviciani , I. (2001). „Volksdiplomatie‘“ — zur Geschichte traditioneller Konfliktschlichtung in Georgien . Georgica, 24, 59–62. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10833