Die Gruppierung der Konsonanten im Georgischen: Zum Status der Phoneme qg und qgim Georgischen und in den kaukasischen Sprachen

Authors

  • Tamaz Gamgrelize

Abstract

In seinem unter dem gleichen Titel veröffentlichten Aufsatz, der eine Antwort auf den Artikel von E. Polivanovi über die georgischen Konsonanten' ist, gibt G. Axvlediani folgende Klassifikation der georgischen konsonantischen Phoneme. Die hier wiedergegebene Konsonantenklassifikation Giorgi Axvledianis wirft einige Fragen auf. Dies betrifft in erster Linie den Status der Phoneme g und qg in der Tabelle unter dem Gesichtspunkt ihrer Artikulationsart und Artikulationsstelle. Hinsichtlich der Artikulationsart sind diese Phoneme hier als Explosiva gewertet.* Doch spätere experimentelle Untersuchungen (A. Cargeiövili, S. Zyenti) ergaben, daß das georg. g und q keine Explosiva wie k und k sind, sondern »spirantoide« Konsonanten. Bei der Beschreibung des »explosiven« Konsonanten q bemerkte A. CargeiSvili: »Die Existenz eines Spalts beweist auch die Möglichkeit, das q mehr oder minder gelängt auszusprechen. Daher ist qg kein reiner Explosivlaut.«® Das aber bedeutet doch nur, daß die Phoneme g und g hinsichtlich ihrer Artikulationsart im Konsonantensystem nicht als eigentliche »Verschlußlaute« zu werten sind, sondern als »Reibelaute«, und deshalb in der Klasse der »Spiranten« untergebracht werden müssen.

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Published

2001-11-11

How to Cite

Gamgrelize , T. (2001). Die Gruppierung der Konsonanten im Georgischen: Zum Status der Phoneme qg und qgim Georgischen und in den kaukasischen Sprachen . Georgica, 24, 63–68. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10859