Der Sturmlauf des Merani

Authors

  • Luigi Magarotto

Abstract

Am 2. Mai 1842 teilte Nikoloz Barataö8vili (1817-1845) seinem Onkel mütterlicherseits Grigol Orbeliani (1804-1883), dem berühmten Dichter und dazu Offizier in der zaristischen russischen Armee, brieflich mit, daß dessen jüngerer Bruder (desselben Grigol) ITlia (1818-1853), folglich auch er ein Onkel mütterlicherseits und ebenfalls ein Junger Offizier der russischen Armee und ein nicht minder guter Freund und ehemaliger Schulkamerad Barata&vilis, von Imam Samil, zu dem er sich als Überbringer einer Botschaft seines Konımandanten in die Berge Daghestans begeben hatte, gefangengeseizt worden war. Er erzählte auch von dem Mut, den Ilia Orbeliani, konfrontiert mit der Grausamkeit Samils, der zwanzig Awaren, die ihn in seiner Mission zum Imam begleitet hatten, den Kopf abschlagen ließ, unter Beweis stellte und folgende Worte an ihn richtete: »Samil, solch eine Grausamkeit ist deines Ruhmes nicht würdig! Wenn du mit dieser Tat beabsichtigst, jemanden zu erschrecken, wen dann glaubst du damit zu ängstigen? Wir alle wissen, daß wir schon zum Tode verurteilt sind, um aber die Wahrheit zu sagen, würde ich lieber sterben, als dein Gefangener zu sein.«' In dem Brief fuhr Barataö$vili fort, den Wert des Freundes Ilia zu loben, und nach einigen aufgrund der Zensur‘ fehlenden Zeilen schrieb er unerwartet‘

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Published

2001-11-11

How to Cite

Magarotto , L. (2001). Der Sturmlauf des Merani . Georgica, 24, 101–108. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10864