Die altarmenische Übersetzung von "Kartlis Cxovreba": Dialog oder Konfrontation der Kulturen?

Authors

  • Natela Watschnadse
  • Giorgi Tscheischwili

Abstract

Die Anregung zum Abfassen des vorliegenden Beitrags gab uns Robert Thomsons Untersuchung "Neuredaktion der Geschichte Kaukasiens" '. Mit diesem Titel übersetzte der bekannte Armenist die armenische Version des "Lebens Georgiens" ("Kartlis Cxovreba") und die zu der Sammlung gehörenden, kritisch ermittelten Texte der Werke ins Englische und gab sie mit Kommentaren heraus. Unsere Aufmerksamkeit richtete sich gleich zu Beginn auf den Titel des Buches, und die erste Frage, die uns in diesem Zusammenhang aufkam, war: Warum "Geschichte Kaukasiens" und nicht "Leben Georgiens"? Eine Antwort darauf fanden wir im Vorwort der Arbeit: Die armenische Redaktion von "Kartlis Cxovreba" sei eine unter armenischem Blickwinkel abgeschriebene Geschichte Kaukasiens *, mit großer Sorgfalt dergestalt überarbeitet, daß der Name der Armenier unter jenen Bedingungen, da die politischen Zügei ihre nördlichen Nachbarn, die Georgier, in den Händen hielten, erhöht wurde *. Das Studium der altarmenischen Übersetzung von "Kartlis Cxovreba" unter dem Aspekt der kaukasischen Verhältnisse vor dem Hintergrund des Miteinander oder Gegeneinander der georgischarmenischen politischen und kulturellen Beziehungen - das ist die wissenschaftliche Konzeption Robert Thomsons. Diese Konzeption steht ihrem Wesen nach jenen grundlegenden Thesen recht nahe, die vor über einem halben Jahrhundert der bekannte georgische Armenist Ilia Abulaze aufgestellt und entwickelt hat

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Published

2004-11-11

How to Cite

Watschnadse, N., & Tscheischwili , G. (2004). Die altarmenische Übersetzung von "Kartlis Cxovreba": Dialog oder Konfrontation der Kulturen? . Georgica, 27, 14–26. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10953