Die eine Welt - Grigol Peradse in Berlin und Potsdam vom 4. Januar 1922 bis (8.') 29. April 1925

Authors

  • Steffi Chotiwari-Jünger

Abstract

Es war schon immer Grigol Peradses größter Traum, in Deutschland zu studieren. Das lesen wir in einem Dokument aus dem Jahre 1922.° Damals lebte Peradse bereits ın Deutschland. Wir können Anstrengungen in diese Richtung aber auch schon aus viel früherer Zeit belegen, und zwar mit dem Jahre 1918: Uns liegt ein Dokument der Kaiserlichen Deutschen Delegation in Kaukasien vom 4.9.1918 vor, in dem GeneralMajor v. Kress dem Rat des Georgischen Erzbistums mitteilt, dass er alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen werde zur Erlangung einer Genehmigung zur „Aufnahme des Grigori Peradse‘“ an der Theologischen Fakultät einer der Universitäten Deutschlands.* Ein weiteres Dokument vom 20. Oktober 1921, d. h. nur zwei Monate vor Ankunft in Deutschland, ist eine eigenhändig geschriebene Bitte um materielle Hilfe für die erste Zeit in Deutschland, um seinen Wunsch, in Deutschland seine Studien fortzuführen, Wirklichkeit werden zu lassen. Darin äußert der Georgier, dass er die Möglichkeit erhalten habe, mit einer Mission Deutschlands durch die Vermittlung des Kirchenrats kostenlos bis Berlin zu reisen. Bis zur dortigen Vermittlung eines Stipendiums müsse er etwa 4-5 Monate Überbrückungsgeld besitzen, das er aber als Dorflehrer nicht aufbringen könne.” Bevor Peradse zwei Jahre als Dorflehrer arbeitete, hatte er 1913 die geistliche Schule absolviert, im Jahre 1918 das Geistliche Seminar abgeschlossen und kurze Zeit an der neu eröffneten georgischen Universität studiert.

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Published

2010-11-11

How to Cite

Chotiwari-Jünger , S. (2010). Die eine Welt - Grigol Peradse in Berlin und Potsdam vom 4. Januar 1922 bis (8.’) 29. April 1925. Georgica, 33, 9–36. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11270