Muttersprache und ethnische Herkunft der assyrischen Väter
Abstract
Als erster stellte Davit CubinaSvili (1814-1891) die Frage nach einer möglichen georgischen Herkunft der assyrischen Väter. Hauptargument für die Begründung seiner These war für Cubina&vili, dass ohne Georgischkenntnisse keine Missionare nach Georgien gekommen und falls dennoch, sie erfolglos geblieben wären.' Diese Behauptung wurde später von vielen georgischen Wissenschaftlern wiederholt und sie versuchten auch, sie durch zusätzliche Argumente zu untermauern. Die besten und umfangreichsten Argumente lieferte Tamaz Kekelize: 1. Gleich am ersten Tag ihrer Ankunft in Georgien befreundeten sich die assyrischen Väter sehr eng mit der dortigen Bevölkerung. Dieses wäre keinem Ausländer ohne Sprachkenntnisse und ohne die Kenntnisse der Sitten und Gebräuche möglich gewesen. 2. Laut „Leben“ des Sio Myvimeli wurde Ioane, als er gemeinsam mit seinen Schülern nach Georgien kam, vom georgischen Katholikos Evlavios empfangen, mit dem er sich Georgisch unterhielt, also „sprach ein Georgier einen Georgier auf Georgisch an.‘“ 3. Im „Leben“ des Sio Myvimeli wird geäußert, dass er in den mit Ioane gemeinsam auf dem Berg Zedazeni verbrachten vier Jahren gut Georgisch gelernt habe. Es ist zu bezweifeln, dass ein Syrier es selbst in vier Jahren schafft, die georgische Sprache so gut zu lemen, zumal in der Gemeinschaft eines Syriers. 4. Nach demselben „Leben“ von Sio Myvimeli lernte Sio neben Georgisch und Griechisch auch die assyrische (syrische) Sprache, was für einen Syrier nicht nötig gewesen wäre.”


