Formales Repertoire der klassischen Poesie
Abstract
1. Bei der Untersuchung des klassischen georgischen Gedichts ist gewöhnlich die literarische Epoche -einschließlich—- Rustavelis gemeint. Bei der Analyse der lyrischen Produktion dieser Epoche ist die am meisten verbreitete, traditionelle Methodologie eine differenzierte Charakterisierung der religiösen und weltlichen Poesie. Natürlich werden Argumente (darunter solche formalen Charakters) für die übliche Differenzierung von religiösen und weltlichen Werken und ihrer typologischen Felder gesucht, aber letztendlich steht vor uns ein einheitliches System — die georgische Literatur als ein System. Von dieser Position aus ist die erforschte alte georgische Poesie formal so eingeteilt: a) Prosaform, b) die so genannten Formen des Strophengedichts, c) Jamben, d) die drei bekannten Formen der Metrik: Pistikauri (20silbiger Vers), Sairi (Vierzeiler mit meist 16silbigem Vers) in hoher (mayali) und niederer (dabali) Form. 2. Ich bemerkte bereits früher, dass eine völlig sang- und klanglose Taufe und Bezeichnung der so genannten Prosaarbeiten der religiösen Poesie als Prosa unberechtigt ist (siehe z.B. 1, 561).


