Georgische “Geheimsprachen”'
Abstract
Periphere Formen der Sprache wie Versprecher u. dgl. geben oft wichtige Hinweise auf ihre natürlichen Einheiten und Eigenschaften. Zu diesen Formen gehören nicht nur Schüttelreime, mit denen vor langer Zeit Alexander Isacenko an der Berliner Akademie Heinz Vater beeindruckte, sondern auch “Geheimsprachen” (“Sprachspiele” (language games), “Spielsprachen” (play languages), ludlings),” deren Prinzipien mehr oder weniger international sind. Ich unterbreite mit der folgenden Miszelle ein Material, das mindestens einige theoretisch interessante Fragen aufwirft. Leider ist dieses Material sehr fragmentarisch, da ich keine Gelegenheit habe “kompetente Sprecher” der “Geheimsprachen” zu befragen. Meine Hauptquelle ist der Aufsatz eines zu Recht angesehenen georgischen Ethnologen (Cikovani 1934).? Ich kann nur hoffen, dass sich georgische Ethnologen und Sprachwissenschaftler bald der Sache annehmen, solange die “Geheimsprachen” bei Erwachsenen und Kindern noch lebendig sind. Denn sie sind nicht nur von folkloristischem, sondern auch von sprachtheoretischem Interesse.


