Parabolik und literarische Paradigmen des Totalitarismus (am Beispiel der georgischen „Sechziger“)

Authors

  • Mariam Miresashvili

Abstract

Sechziger nennt man eine junge Schriftstellergeneration, die nach Stalins Tod 1954 die literarische Bühne betrat und sich in den 1960er Jahren konsolidierte. In der jgenannten Periode, die auch als „Tauwetter-Periode‘‘ (Russisch: Ottepel“) bezeichnet Wwird, erfaßten die durchgeführten Veränderungen in der Kulturpolitik der Sowjetunion alle Republiken, darunter auch Georgien. In der „Tauwetterperiode‘‘ wurde ein Wandel der grundlegenden Tropen Stalinscher Kultur wahrgenommen (d. h. die für die Texte einer bestimmten historischen Periode charakteristischen etaphern, welche im Wesentlichen die narrativen Modelle bestimmen). Ungeachtet er Tatsache, dass der Sozialistische Realismus von offizieller Seite die einzige knerkannte künstlerische Methode blieb, wurden neue Ansätze und Entwürfe in jAngriff genommen wie z. B.: {1. Im Schaffen eines Schriftstellers müssen die offiziellen Beschlüsse staatlicher trukturen nicht widergespiegelt werden; es sollen eigene Ansichten, Gefühle, rfahrungen ausdrückt werden, die gleichzeitig den Pulsschlag der Epoche fühlen assen; . Emotionale Unmittelbarkeit und Aufrichtigkeit stellen die wichtigsten Werte im literarischen Schaffensprozess dar; Der positive Held der Stalinschen Kultur ist die Personifizierung der I naufrichtigkeit; er muss durch einen Helden anderer Art ersetzt werden, der der heuen Realität entspricht, den gegenwärtigen Anforderungen angemessen ist... und anderes.

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Published

2012-11-11

How to Cite

Miresashvili, M. (2012). Parabolik und literarische Paradigmen des Totalitarismus (am Beispiel der georgischen „Sechziger“) . Georgica, 35, 93–99. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11340