Grigol Robakidse und die deutsche Jugendbevegung. Intertextuelle Einflüsse und interkulturelle Vernetzungen

Authors

  • Torsten Mergen

Abstract

Es ist sicherlich nicht alltäglich, wenn ein deutscher Autor den epischen Text eines georgischen Schriftstellers als Vorlage für eine eixene dramatische Produktion heranzieht und diese Nachdichtung nach etwas mihr als einem Jahrzehnt der (politischen) Zensur unterliegt.‘ Dies kennzeichnet jedoch die Genese und das Nachwirken des Dramas „Der Waffenstillstand. Ein hıldisches Spiel‘“, welches 1933 vom saarländischen Autor Karl Christian Müller (1901-1975) unter dem Pseudonym Teut Ansolt publiziert wurde.” Das Drama entstand nich der Vorlage der Erzahlung „Der Imam Schamyl“ des georgischen Schriftstellers Crigol Robakidse (1880-1962). Nach einer kurzen Welle der Aufmerksamkeit gereten beide Texte in relative Vergessenheit.* In der Nachkriegszeit findet sich alledings Müllers Drama in einer von der „Deutschen Verwaltung für Volksbilung in der sowjetischen Besatzungszone‘“ herausgegebenen „Liste der auszusndernden Literatur“.” Dieses Verzeichnis dokumentierte die offiziellen Empfehlungen für die Kassation von Buchbeständen aus Bibliotheken der sog. Ost-Zone uni nannte Buchtitel, welche den Behörden respektive politisch Verantwortlichen ideolıgisch suspekt erschienen. Die explizite Quellennennung, welche Müller seinem Irama hinzufügt, scheint den hinreichenden Grund geliefert zu haben.

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Published

2012-11-11

How to Cite

Mergen , T. (2012). Grigol Robakidse und die deutsche Jugendbevegung. Intertextuelle Einflüsse und interkulturelle Vernetzungen . Georgica, 35, 100–110. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11341