Argumentstruktur und aspektuelle Komposition im Georgischen
Abstract
Die vorliegende Arbeit dient dem Zweck, für die Kartvelologie prinzipiell neue Interaktionsmuster in georgischer Grammatik anzugehen und im Kontext eines funktionaltypologischen Paradigmas zu veranschaulichen. Der Schwerpunkt liegt auf der Interaktion zwischen Argumentstruktur und aspektuellen Eigenschaften des Verbs. Im Laufe der Studie werden solche Fragen formuliert wie (1) Warum bekommen bestimmte Valenzderivate eine ausnahmslos aktuelle bzw. progressive aspektuelle Lesart? (2) Ist die aspektuelle Reinterpretation eines Verbs im Zusammenhang mit seinen morphosyntaktischen Eigenschaften berechenbar? wenn ja, (3) Welche Faktoren setzen diese Reinterpretation, sei es eine atemporale, eine resultative oder sogar eine mit den traditionellen verbalen Kategorien nicht assoztiierte Reinterpretation, voraus? (s. Abschnitte 3.4. u. 4).


