Zum Umgang mit Sakralität in einer traditionell geprägten Gesellschaft (Anhand ethnographischer Materialien aus Georgien)

Authors

  • Ketevan Khutsishvili

Abstract

Jedes einzelne Element der Kultur, das auf den Alltag, die Vorstellungen und die Bräuche der Gesellschaft einen Einfluss ausüben kann, ist von besonderer Bedeutung für die Ethnologie. In dieser Hinsicht ist der Traum als ein wesentliches Mittel für die Übergabe von Information von Generation zur Generation anzusehen. Als glaubwürdiges Omen begleitet der Traum sowohl die bewusste als auch unbewusste Welt des Menschen und als eine in den kollektiven Vorstellungen vergegenwärtigte persönliche Erfahrung beginnt er nach dem Tod des Individuums in der Gesellschaft zu kursieren an. Ethnographische Angaben über den Traum wurden jahrhundertelang gesammelt, als Objekt der ethnologischen Analyse wurden sie allerdings erst nach der Publikation der Arbeiten von E. Tailor etabliert. In diesen stellte der Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Traum und Religion her, indem er ersteren als Entstehungsursache animistischer Vorstellungen betrachtete. Dabei verwies Tailor auf die Notwendigkeit, die in den Interpretationen der Träume erhalten gebliebenen "kulturellen Überbleibsel" zu untersuchen (Tailor: 1995; 97-98, 219-223, 254. Ab diesem Punkt gilt der Traum als wichtiges kulturelles Element, welches der Ethnologie und Anthropologie viele interessante Informationen über die soziale, kulturelle und ethnische Gruppe liefern kann.

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Published

2014-11-11

How to Cite

Khutsishvili, K. (2014). Zum Umgang mit Sakralität in einer traditionell geprägten Gesellschaft (Anhand ethnographischer Materialien aus Georgien) . Georgica, 37, 83–94. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11353