Leben und Tod im Schatten der Palandöken-Berge (Erzurum, Ostanatolien)

Authors

  • Antonio Sagona

Abstract

In dem Ruinenhügel Sos Höyük in der Ebene von Pasinler unweit der Quelle des Aras (Araxes) wurde eine Reihe von Siedlungsschichten und Gräbern entdeckt, die den bisher deutlichsten Beweis für umfangreiche Kulturbeziehungen zwischen dem Südkaukasus und Ostanatolien in der späten Vorgeschichte erbringen (vgl. die Karte Abb. 1). Sos Hüyük liegt auf einer Erhebung und wird durch Quellen sowie einen nahe gelegenen Bach bewässert, der in den Araxes mündet. Die Pasinler-Ebene sowie ihr westliches Gegenstück, die durch den Deve Boyun-Bergrücken von ihr getrennte Erzu- rum-Ebene, sind Teile eines natürlichen Ost-West-Verbindungsweges, der entlang der bekannten nordanatolischen Bruchlinie verläuft.! Die Berge von Kargapazarı sowie die hoch aufragenden Palandöken-Berge bilden die südliche bzw. nördliche Begrenzung dieses wichtigen Verkehrsweges. Auf dieser Hochebene mit einer Höhe von 1.800m über NN sind die Winter hart. Die Temperaturen sinken bisweilen auf bis zu -20°C,. und das Land wird von mehr als 2m Schnee bedeckt. In dieser unwegsamen Landschaft hat die Knappheit an ertragreichem Ackerland die Vichzucht als wichtigstes Element einer agro-pastoralen Wirtschaftsweise begünstigt.

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Published

2002-11-11

How to Cite

Sagona, A. (2002). Leben und Tod im Schatten der Palandöken-Berge (Erzurum, Ostanatolien). Georgica, 25(1), 9–30. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11461