Zum Digitalen Sprachatlas des Kaukasus

Authors

  • Elguja Dadunashvili

Abstract

Der Kaukasus, eine Landenge zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, zog schon immer wegen seiner ungeheuren Sprachenvielfalt eine besondere Aufmerksamkeit auf sich. Bei der Beschreibung von einzelnen Subregionen des Kaukasus wiesen die Autoren der Antike (Strabo, Plinius der Ältere etc.) auf die Verwendung von mehreren dutzenden bis zu dreihundert Sprachen hin. Im gegenwärtigen Kaukasus werden mehr als 50 Sprachen gesprochen, mehr als 40 davon sind solche, die zu keiner der bislang bekannten Sprachfamilien gehören und daher unter die besondere Gruppce der Kaukasischen Sprachen gezählt werden. Diese Sprachgrupe unterteilt sich in folgende drei Sprachfamilien: Abchasisch-Adygeisch, Kartwelisch und Nachisch-Dagestanisch. Außer diesen werden im Kaukasus mehr als ein dutzend andere Sprachen folgender Sprachfamilien gesprachen: (a) aus der altaischen: Aserbeidschanisch, Karatschai-Balkarisch, Nogaisch und Kumükisch; (b) aus der indoeuropäischen: Armenisch, Griechisch, Ukrainisch, Russisch, Ossetisch, Kurdisch, Talischisch und Tatisch, und (c) Neuaramäisch aus der semitischen Sprachfamilie.

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Published

2014-11-11

How to Cite

Dadunashvili, E. (2014). Zum Digitalen Sprachatlas des Kaukasus. Georgica, 36, 31–41. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11538