Vergleichende Subordination des Altgeorgischen mit dem Altarmenischen und Altgriechischen anhand des Matthäus-Evangeliums

Authors

  • Roman Trültzsch

Abstract

Ein Verglcich der altgeorgischen Syntax mit der der indogermanischen Sprachen zeigt generell wenige Übereinstimmungen. Dennoch ist im Detail ein Vergleich lohnend, wenn dem Altgeorgischen benachbarte indogermanische Sprachen ähnliche syntaktische Phänomene aufweisen. Hierbei könnte es sich um Lehnsyntax handeln. Einschlägig ist hier das Altarmenische. Erwartungsgemäß haben sich das Altarmenische und die südkaukasischen oder Kartve&prachen - das sind insbesondere Georgisch (als einzige Literatursprache), Mingrelisch, Lasisch und Swanisch, in über zweitausendjähriger Nachbarschaft gegenseitig beeinflusst. Die Gemeinsamkeiten beziehen sich auf das agglutinierende Prinzip in Wort- und Formenbildung, auf das Fehlen eines grammatischen Geschlechts, auf das Fehlen eines bestimmten oder unbestimmten Artikels und den Kasussynkretismus mit dem "Auftreten eines morphologisch unselbständigen Akkusativs", wie es Giorgi Klimov treffend bezeichnete. Dem stehen aber beträchtliche Unterschiede gegenüber. Im Altgeorgischen existierten: Eine attributive Kasus-Mehrfachmarkierung, unterschiedliche Präverbfunktionen. Postpositionen zur Verhältnisangabe, eine strikte Distribution in transitive und intransitive Verben, syntaktische Unterschiede beim Auftreten aktiver versus passiver Verbformen, Tmesis mit unterschiedlichen Funktionselementen, Objektmarkierung im Verb durch Charaktervokale und Personenzeichen, Verbalnomen und verbmodus-bestimmende Partikeln.

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Published

2014-11-11

How to Cite

Trültzsch, R. (2014). Vergleichende Subordination des Altgeorgischen mit dem Altarmenischen und Altgriechischen anhand des Matthäus-Evangeliums. Georgica, 36, 43–50. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11539