" Von Katharinenfeld bis Bolnisi: Zur Geschichte einer deutschen Siedlung in Georgien"
Abstract
Von Katharinenfeld bis Bolnisi: Zur Geschichte einer deutschen Siedlung in Georgien In dem vorliegenden Beitrag wird der Versuch unternommen, einen Überblick über die langjährige Geschichte der Stadt Bolnisi zu geben. Nun wird in dem Beitrag anhand von Archivmaterialien und Interviews exemplarisch aufgezeigt, wie Deutsche in Georgien ihre neue Heimat gefunden haben. Diese Zeitspanne umfasst das Leben der Deutschen von 1817 bis 1941 von dem gefährlichen Weg auf der fast 3000 km langen Donau, entlang der Nordküste des Schwarzen Meeres, von den Jahren des mühevollen Aufbaus und brutaler Raubüberfälle bis zur Blüte und anschließender Verbannung. Ein besonderes Merkmal der Stadt ist die dreimalige Namensänderung, die sie im Laufe der Jahre erlebte: Katharinenfeld (1819 - 1921), Luxemburg (1921 - 1944) und Bolnisi (seit 1944). Aufgrund der zahlreichen Angaben und Zahlen, die in der Literatur schwanken, stütze ich mich vorwiegend auf Allmendinger, den im Jahre 1915 in Katharinenfeld geborenen deutschen Publizisten. Im weiteren Verlauf des Textes werden die Begriffe: Siedlungen, Ansiedlungen, Gemeinden, Dörfer und Kolonien verwendet, da diese Benennungen in allen Textquellen als Synonyme vorkommen.


