Georgische Verbaltmesis und Wackernagels Gesetz

Authors

  • Marcello Cherchi

Abstract

Verbaltmesis ist im Neugeorgischen ausgestorben, und selbst in den Perioden, in denen sie belegt ist, stellt verbale Tmesis ein relativ seltenes, eher archaisches Phänomen dar, Einige Wissenschaftler vermuten, daß das Phänomen der Verbaltmesis im Zusammenhang mit Wackernagels Gesetz steht. Boeder (1994) verteidigt diese Annahme im Rahmen der Theorie zur georgischen Enklise. Um diese Position aufrechterhalten zu können, muß er verschiedene Zugeständnisse machen. Wir dagegen vermuten aufgrund der abweichenden Daten, daß Verbaltmesis im Georgischen nicht grundsätzlich durch Wackernagels Gesetz erklärt werden kann. Es ist eher zutreffend, daß verbale Tmesis als sprachliche Figur, d. h. zum Ausdruck stilistischer Effekte (möglicherweise Archaisierung), verwendet wurde. Dies geschah wahrscheinlich in bewußter Nachahmung fremdsprachiger Modelle.

Downloads

Published

2004-11-11

How to Cite

Cherchi , M. (2004). Georgische Verbaltmesis und Wackernagels Gesetz . Georgica, 27, 73–98. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/10958