Ober-Adara und die Ximshiashvilis (1878-1921)

Authors

  • Eckard Hübner

Abstract

Als nach dem Friedensvertrag von Berlin (13.7.1878) ACara und weitere ehemalige georgische Territorien (Ardagani, SavZeti, Imerxevi, Klarzeti, Artanu%i, Qola, Oltisi) an das Zarenreich gefallen waren, vergaß die Siegermacht recht schnell, wem sie ihren Sieg über das Osmanische Reich im Kaukasus zu verdanken hatte, nämlich haupsächlich den XimS$iaSvili-Begs. Aber auch andere aCarische Begs, wie Husein Beg BeZanize und Murad Beg Tavdgirize hatten tatkräftig die russische Seite unterstützt. Die „Dankbarkeit‘“ der Sieger bekam besonders Sen'p—Beg XimSiaSvili zu spüren. Obwohl er nach dem Krieg von der russischen Regierung hoch dekoriert und geehrt wurde, vergaß sie schnell ihre Versprechungen, die sie 1877 noch unmittelbar vor Kriegsausbruch gemacht hatte. Im Falle einer Niederlage des Zarenreiches waren Serip noch großzügig Ersatzländereien in Russland versprochen worden. Jetzt aber war die zaristische Regierung nicht einmal mehr bereit, die von den türkischen Sultanen erteilten und bestätigten Erbrechte der XimsSia&vilis über verschiedene Dörfer wie Xulo, Didacara, Gorzomi, Dosxevi und Alba anzuerkennen. Auch im Gebiet von Qarsi besaß Serip ein 400 Desjatine (1 Desjatina = 1,0925 ha) großes Waldstück. Nach der Besetzung seines Landes reichte Serip-Beg deswegen Klage gegen die russischen Behörden ein und forderte die offizielle Überlassung der Dörfer und die Anerkennung aller seiner Eigentumsrechte. Da von mehreren Seiten ähnliche Klagen anstanden, wurde eine Kommission eingesetzt, die die Angelegenheiten der neu angeschlossenen Territorien überprüfen sollte.

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Published

2009-11-11

How to Cite

Hübner , E. (2009). Ober-Adara und die Ximshiashvilis (1878-1921) . Georgica, 32, 64–71. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11282