Die Ximsshiashvilis von Shavsheti

Authors

  • Eckard Hübner

Abstract

Das Territorium des alten georgischen Kermlandes, SavSeti (heute türkisch Savsat) war reich an Burgen, die sich optimal an die natürlichen Gegebenheiten des Landes anpassten. Diese heute noch beeindruckenden Festungen wurden auf hohen Felsen erbaut, wo sie sehr schwer zu erreichen waren. Um die notwendige Wasserversorgung sicher zu stellen, lagen die Standorte in der Nähe von Flüssen. Die Hauptfestung, von der aus SavSeti verwaltet wurde, war die Burg von Satleli. Sie liegt auf einem hohen Felsen, am Zusammenfluss zweier Flüsse. Ähnliche Festungen gab es im benachbarten Artanu%i und in Artvini: Die Burg von Satleli wurde über tausend Jahre, vom 9. bis zum 19. Jahrhundert genutzt, zunächst von den Bagratidenherrschern und später von den Atabegs von Samcxe. Nach der Annexion Samcxes durch das Osmanische Reich wurde Shavsheti im Jahre 1578 ein türkischer San3ak und gehörte bis 1867 zum Eyalet Cıldır, das nach 1867 nur noch den Status eines Sanzaks hatte. Savöeti und Artanu3i unterstanden als Kazas weiterhin dem Sanzak Cıldır. Ein paar Jahre später wurde SavSeti als Nahiye dem Kaza Artanuzi untergeordnet. Aus Savöeti rekrutierte das Osmanische Reich seine besten Kavallerieeinheiten, denn seit alters her waren die Georgier als ausgezeichnete Reiter bekannt. Bis zum Jahre 1814 regierten die Zageli-Atabegs von Samcxe bzw. die Zageli-Paschas von Axalcixe (Cıldır) die Provinz, deren letzter Mehmet Serip PaSa (Rz. 1792/96, 1801/02 und 1809/12) war. Nach seiner Absetzung im Jahre 1812 flüchtete er nach Savöeti, wo er über zwei Jahre erfolgreich dem neuen Vali, Selim Pasa Ximshiashvili Widerstand leistete.

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Published

2012-11-11

How to Cite

Hübner , E. (2012). Die Ximsshiashvilis von Shavsheti . Georgica, 35, 49–53. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11334