Zur Etymologie von “Zugdidi“

Authors

  • Heinz Fähnrich

Abstract

Über die Etymologie des Toponyms zugdidi (von den Einheimischen zugidi‘ ge nannt), des Namens der Residenz des Geschlechts der Dadiani, ist schon viel nachge dacht worden. In georgischen Quellen ist der Name seit dem 16. Jh. überliefert, als & in „Kartlis cxovreba“ im Zusammenhang mit den Ereignissen des Jahres 1572 er wähnt wird, In späterer Zeit wird neben zugdidi auch die Bezeichnung zubdidi genannt un( ersteres auf das vemeintlich ursprüngliche zubdidi zurückgeführt. Erstmals bezeich net Gabriel Gegenava, Gesandter des Fürsten Levan II. Dadiani von Odißi, ın de ersten Hälfte des 17. Jhs. (um 1693) den Regierungssitz der Dadianis als zubdidi. Der Name zub-didi erscheint auch als zusätzlicher Eintrag auf einer Karte de Königreichs Imeretien vom Jahre 1737°, und seither führen zahlreiche Quellen unı Berichte den Namen zubdidi an, darunter auch Veröffentlichungen ausländische Reisender wie J. A. Güldenstedt‘ und Dubois de Montpereux”. Die Herleitung voı zugdidi aus zubdidi wird damit begründet, dass Toponyme wie zubi/zubu i Westgeorgien verbreitet sind und der Zusatz didi „gross‘“ zur Unterscheidung von deı zahlreichen anderen Ortsnamen beigegeben wurde. In der Gegenwart erfreut sic] diese Erklärung des Namens grosser Beliebtheit‘, obwohl sie nicht als völli| gesichert gelten kann, denn erstens ist die Forn zugdidi die ältestbelegte diese Ortsnamens, und zweitens findet die lautliche Entwicklung bd > gd im Mingrelischei keine Parallelen in anderem Material’.

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Published

2012-11-11

How to Cite

Fähnrich , H. (2012). Zur Etymologie von “Zugdidi“ . Georgica, 35, 6–7. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11329