Ivane Javakhishvili und Fragen zu Epistemologie der Geschichte

Authors

  • Merab Kalandadze

Abstract

Im Spektrum der Aufmerksamkeit von Ivane Zavaxi&vili standen stets Kernfragen der‘ geschichtlichen Epistemologie (Erkenntnistheorie): Was ist Geschichte? Dient sie irgendeinem Sinn? Besitzt ein Historiker die Fähigkeit, die Vergangenheit zu erkennen? Wie gut ist er befähigt, Fakten und Ereignisse zu verallgemeinern, zu‘ interpretieren und zu erklären? Welchen Charakter besitzt der Prozess der Rekonstruktion der Vergangenheit durch den Historiker und wie objektiv und souverän führt er ihn durch? Bei der Klärung von Fragen der geschichtlichen Epistemologie, der Erkenntnislehre, ist Zavaxiövilis Erfolg unübersehbar und im Wesentlichen dem zu verdanken, dass er sich sehr stark an seine großen Vorläufer, in erster Linie an Ilia Cavéava3e, anlehnte. ; Gleichzeitig hatte er Rückendeckung durch die Erfahrungen der damaligen europä-:; ischen Historiografie, durch das in Europa erworbene Wissen, womit er sich sehr gutg auskannte. Beinah bis heute verstummen nicht die Diskussionen, was Geschichte darstellt.l Wissenschaft oder Kunst. Gleich zu Beginn muss erwähnt werden, dass es vergeblicfj wäre, eine eindeutige Antwort auf diese Frage zu suchen. Solche Konfrontatione von Überlegungen erwachsen nicht aus dem Nichts und sind überwiegend dadurch erklären, dass die Diskussionsteilnehmer den wissenschaftlichen Status der Geschichte aus unterschiedlichen Spektren betrachteten.

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Published

2012-11-11

How to Cite

Kalandadze, M. (2012). Ivane Javakhishvili und Fragen zu Epistemologie der Geschichte . Georgica, 35, 54–61. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11335