Komposita in den Kartwelsprachen

Authors

  • JAN HENRIK HOLST

Abstract

In diesem Artikel werden die Begriffe halbverdunkeltes Kompositum, verdunkeltes Kompositum sowie andere diskutiert und eine Theorie zu ihnen entworfen. Sodann werden die Erkenntnisse auf die Kartwelologie angewendet. Es werden Wege vorgeschlagen, auf denen das Wissen um den Wortschatz der Kartwelsprachen möglicherweise an einigen Stellen noch erweitert werden kann. 1. Theoretischer Rahmen Es sei erlaubt, die Ausführungen mit einer Anekdote zu beginnen; die Legitimität dazu ergibt sich meines Erachtens daraus, daß sich aus dem Ereignis etwas lernen läßt. Im Herbst 1997 besuchte ich bei Korkut Bugday die Vorlesung "Die Turksprachen im Überblick”. Bugday schnitt zuweilen genau die typologischen und sprachhistorischen Fragestellungen an, die das Interesse des Hörers wecken mußten. Nachdem er erläutert hatte, daß die Wurzeln in den Turksprachen meist eine Silbe aufweisen oder weniger häufig zwei, fügte er hinzu, daß selten auch drei Silben möglich seien. Im Zuge der letzten Aussage kam er auf das türkeitürkische Wort yumurta "Ei" zu sprechen und sagte, es sei "auffällig lang (ür eine Wurzel". Woraufhin ich äußerte: "Dann ist es eben keine Wurzel."

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Published

2014-11-11

How to Cite

HENRIK HOLST , J. (2014). Komposita in den Kartwelsprachen . Georgica, 37, 6–22. Retrieved from https://georgica.journals.humanities.tsu.ge/index.php/georgica/article/view/11347